Zum Hauptinhalt springen

Eine Entscheidung für Flexibilität & Geschwindigkeit

Baumüller entwickelt für seine Steuerungen eine eigene Laufzeitumgebung

Mit der neuen Laufzeitumgebung für seine Steuerungsplattformen ermöglicht der Nürnberger Antriebs- und Automatisierungsspezialist Baumüller schnelleres Engineering, kürzere Zykluszeiten und höhere Flexibilität. Die eigenentwickelte Laufzeitumgebung unterstützt moderne Standards wie Hochsprachenprogrammierung und IoT-Konnektivität und macht Maschinen KI-fähig. Das System ist speziell auf die Anforderungen dynamischer Antriebssysteme ausgerichtet und ermöglicht kurze Zykluszeiten bis zu 125 s und somit eine höhere Maschinenproduktivität.

Schnelle Anpassung und Flexibilität

Durch diese Eigenentwicklung können die Nutzer von Baumüller-Steuerungen noch schneller und flexibler auf Anforderungen reagieren. Anpassungen, wie zum Beispiel ein kundenspezifisches Varianten-Handling für EtherCAT Slaves, können in das neue Laufzeitsystem besonders schnell implementiert werden. Baumüller ermöglicht als Experte für Drive Intelligence die schnelle Umsetzung von Steuerungs- und Monitoring-Funktionalitäten prozessnah im Antrieb und hat die neue Laufzeitumgebung besonders für diesen Einsatz vorbereitet.

Vorteile durch Standards

Das Laufzeitsystem basiert auf Linux, ist prozessorunabhängig und durch die Einhaltung von aktuellen Industriestandards optimal auf die Anforderungen des Maschinenbaus zugeschnitten. Baumüller integriert seine jahrelange Erfahrung im Motion Control Bereich und vereint alle Baumüller Software-Tools in der Laufzeitumgebung. Das spart Zeit und Kosten, da Datentransfers entfallen. Baumüller holt mit seiner Laufzeitumgebung außerdem viele moderne Programmierstandards in die Automatisierungstechnik. Dies ermöglicht es Fachkräften, sich schnell und effizient in Abläufe einzuarbeiten und erleichtert die Integration von Nachwuchskräften.

Laufzeitumgebung BM-PLCBaumüller bietet für seine PLCs eine neue eigene Laufzeitumgebung an. Damit sind die Kunden noch besser in der Lage schneller und flexibler auf aktuelle und zukünftige Anforderungen zu reagieren.

Effizientere Entwicklung

Im neuen System können PLC-Programme über objektorientierte Programmierung erstellt werden, so dass modulare, wiederverwendbare und klar strukturierte Programme entstehen. Dies entlastet Entwickler und sorgt für mehr Flexibilität. Bestehende Templates, Maschinenmodule und nach PLCopen standardisierte Bibliotheken sind weiterhin nutzbar.

Auch Hochsprachen wie C++ sind in die Plattform eingebunden und es können sogar unterschiedliche Sprachen innerhalb einer Programmierung genutzt werden. Der Vorteil: Bestehende Programmcodes können problemlos weiterverwendet werden und das System lässt sich nachträglich einfach erweitern und plattformunabhängig nutzen.

Linux als offenes Betriebssystem bildet die Basis für die neue Laufzeitumgebung. Durch diesen offenen Standard können in Zukunft beispielsweise auf der Steuerung Apps installiert und verwendet werden, die über Low-Code-Programmierung die Erstellung von Automatisierungssoftware deutlich vereinfachen und beschleunigen können.

Auch andere Trendthemen aus der Softwareentwicklung können hier abgebildet werden. Eine weitere Möglichkeit ist es, Steuerungsplattformen durch KI-Funktionalitäten zu erweitern und damit einen Zusatznutzen z.B. für den Maschinenbetreiber zu schaffen. Denkbar sind hier Anwendungen aus dem Bereich der Prozessoptimierung oder der Echtzeit-Datenanalyse. Durch die neue Laufzeitumgebung wird das Steuerungsportfolio von Baumüller KI-ready.

Die neuen Servoantriebe der b maXX 6000-Familie können damit ebenfalls um KI-Funktionen erweitert werden. Die antriebsintegrierte drivePLC ermöglicht es, die Vorteile der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit im Servoantrieb mit der Intelligenz von KI-Anwendungen zu kombinieren.

Automatisierte Testroutinen verringern Programmieraufwand

Ein weiterer Standard, den Baumüller aus der klassischen Programmierung übernommen hat, ist der Einsatz von Unit-Tests, mit denen Programmfehler frühzeitig auffallen und der Programmieraufwand reduziert werden kann.

Das neue Laufzeitsystem ist zu Beginn für die antriebsintegrierte b maXX drivePLC, die in der neuen Reglergeneration b maXX 6000 integriert ist, und für die neue Schaltschrank-PLC b maXX controllerPLC sowie künftig auch für die weiteren Steuerungsplattformen von Baumüller verfügbar. Baumüller bietet dafür eine breite Palette an Software-Tools sowie vorprogrammierten Modulen und Templates an. Ebenso bietet Baumüller Engineering und entsprechende Programmier-Dienstleistungen an. Mit diesen Dienstleistungen können neben der normalen Programmierung in Abstimmung mit dem Kunden auch weiterführende Anpassungen erfolgen. Damit bietet Baumüller ein modernes und zukunftsfähiges Softwareportfolio für seine Kunden.

Baumüller Gruppe
SPS 2024, 12. - 14. November 2024
Halle 1, Stand 560 – NürnbergMesse, Nürnberg